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Zuletzt akt.: 29/06/2022

Meine “Dopamin-Detox”-Geschichte und warum es mir so gut tut

Lesezeit: weniger als 3 Min.

Von: Nadine Hirte

Nadine bringt seit 2017 Liebe und Leichtigkeit in unbeliebte Papierkram-Themen. Hinweis: Blog-Beiträge ersetzen keine rechtliche Beratung.

Noch ein Like, noch eine Nachricht, noch eine Schlagzeile. Ich war gestresst und konnte mich nur noch über immer kürzer werdende Zeiträume konzentrieren. Im Juni 2022 rief ich von heute auf morgen den digitalen “Dopamin-Detox” aus, Internet aus – und das als Online-Unternehmerin. Doch alles fing eigentlich schon viel früher an, nämlich als ich 2017 WhatsApp abmeldete.

Wie geht es mir mit meinem Dopamin-Detox, geht das als Online-Unternehmerin und was passierte nachdem ich 2017 WhatsApp abgemeldet habe? All das erfährst du in diesem Beitrag. Außerdem liste ich dir die Bücher und Filme auf, die mich begleitet und inspiriert haben.

Dieser Beitrag soll eine Inspiration sein. 💖 Jeder darf und sollte seinen eigenen Weg gehen und die digitale Welt so nutzen, wie es als angenehm empfunden wird.

2017 – So fing alles an

Mein Dopamin-Detox hat schon 2017 angefangen, als ich damals WhatsApp deinstalliert habe. Es hat super funktioniert, auch wenn ich anfangs viel Gegenwind vom Umfeld bekommen habe.

Warum habe ich es gemacht?

Es hat mich unglaublich gestresst. Mich hat jede Nachricht gestresst. Jeder Piepton. Der Druck sofort antworten zu müssen, weil der andere sonst wartet oder sich Gedanken (Sorgen) machen würde. Für mich galt schon damals: Wenn es dringend, rufe mich bitte an. Wenn es nicht dringend ist, schreibe mir gern aber erwarte bitte keine sofortige Antwort. Unangenehm hab ich auch all die Nachrichten von (entfernten) Bekannten oder Verflossenen empfunden. Ich war so gelangweilt von ••• “Wie geht es dir?” • “Gut. Und dir?” • Ende der Nachricht •••. Was noch schlimmer – als diese austauschbaren Nachrichten ohne Inhalt – war, waren die ungefragten Mitteilungen, was der andere gerade isst, tut, “urlaubt”. Oft mit Bildern unterlegt, nach denen ich nicht gefragt habe. Mich interessiert es per se nicht, was jeder gerade so macht, wo er sitzt und wo er es sich schön macht, wenn ich nicht dabei bin oder danach frage.

Ich frage mich sowieso, wann hat es angefangen, dass man alles (mit)teilen muss. Wann hat es angefangen, dass man Abende mit Planung, Planung und Planung füllen kann und gar nicht mehr im Moment lebt? Auch die Planung zukünftiger Ereignissen füllten bei mir viele WhatsApp-Chats. Oft hat die Planung eines Treffens länger gedauert als das Treffen selbst. Ständige Terminplanungen, immer wieder ändern, um so flexibel und spontan wie möglich zu sein. Am Ende war es einfach nur Stress. Und wir fragen uns, wo unsere Zeit geblieben ist!?

Das ist mein ganz persönliches Empfinden. Es empfindet sicherlich ein jeder von uns anders. Jedoch haben die Faktoren zu meinem Entschluss in 2017 geführt. Mehr dazu im Beitrag von damals : WhatsApp: Stress lass nach!

Früher: Ein Anruf / Nachricht — Es ist etwas passiert oder ein Termin muss verschoben werden.

Heute: Kein Anruf / keine Nachricht — Ist was passiert? Findet der Termin überhaupt statt?

Ich habe dann immer mehr reduziert. Zuerst habe ich mir ein Handy zugelegt – ein mobiles Telefon, das nicht smart ist – und mich immer begleitet. Damit kann ich telefonieren und SMS schreiben. Mehr nicht. Mein Smartphone habe ich an, wenn ich es brauche aber ich habe es selten dabei. Außerdem habe ich eine Mailbox / Anrufbeantworter aktiviert und störungsfreie Zeiten eingerichtet. (mehr dazu im Beitrag: Die Vorteile ein Smartphone & Handy zu besitzen (2 Mobiltelefone – 1 Nummer))

Ich habe vieles verändert, was mich gestresst und mir Zeit geraubt hat. Dennoch habe ich jetzt durch mein Online-Business festgestellt, dass ich viel online bin – was selbstverständlich ist. Aber es hat Ausmaße angenommen, die sich nicht mehr gut angefühlt haben.

2022 – Digitaler “Dopamin-Detox”

Ich musste feststellen, dass ich abhängig vom nächsten Klick, von der nächsten Mail, vom nächsten Like war. Die Zeit online hat mich unglaublich müde und abgestumpft gemacht. Ich hatte das Gefühl nicht klar denken und mich immer kürzere Zeiten konzentrieren zu können. Außerdem bin ich oftmals ohne Ziel online gewesen und habe mich endlos lange Zeiten durch alles mögliche geklickt.

Anfang Juni habe ich den digitalen “Dopamin-Detox” – so wie ich es nenne – ausgerufen. Ich schalte das Internet und die entsprechenden Geräte tageweise aus. Zusätzlich habe ich eine Liste, auf der steht, was ich online zu erledigen habe, wenn ich online bin.

Nach circa 2 – 3 Wochen hatte ich überhaupt nicht mehr den Drang online irgendwelche Seiten nach Infos und Neuigkeiten zu “checken”. Wenn ich online bin, bin ich fokussierter. Ich habe mehr geschafft, Zeit für andere Dinge gehabt und fühle mich klarer im Kopf. Mir tut es sehr gut.

Ich möchte hier nicht missionieren und sagen, dass es jeder unbedingt machen sollte. Ich möchte hier meine Erfahrung teilen und was es mit mir gemacht hat. Außerdem folgen die Bücher und Filme, die mich begleitet und inspiriert haben.

Jeder darf sich seine digitale Welt so gestalten, wie sie sich für ihn gut anfühlt und nicht so wie es andere sagen oder erwarten.

Nadine Hirte

Was ist Dopamin-Detox

Unsere Online-Welt arbeitet mit Suchtmechanismen, dass wir so lange wie möglich online sind und somit auf Plattformen wie Facebook, Instagram, Pinterest, etc. Werbung konsumieren können. Die Werbung bringt den Firmen Geld, denn für uns selbst ist der Service in der Regel kostenlos. Wir bezahlen mit unserer Zeit und durch das Klicken auf Werbung.

Und was führt dazu, dass wir mehr und mehr Zeit online verbringen? Eine Sucht nach dem Kick, dem Dopamin-Kick. Firmen arbeiten mit Suchtforschern zusammen, um genau das zu erreichen. Dopamin ist ein Glückshormon unseres Körpers. Je häufiger dieses Glückshormon durch Reize von Außen produziert wird, desto mehr Dopamin braucht der Körper, um die gleiche Stärke an Glücksgefühlen zu produzieren. (Vergleich www.quarks.de: Das bringt Dopamin-Fasten wirklich)

Das Abschalten vom Internet und der entsprechenden Geräte und die Umstellung auf gezielte Online-Zeiten mit entsprechenden to-dos nenne ich (für mich) Dopamin-Detox. Ist mir manchmal langweilig? Klar! Und dann kommen die besten Ideen.

Literatur & Filme

Bücher und Filme, die mich auf meiner Reise seit 2017 begleitet haben.

📖Der Circle (bei Amazon anschauen) – Das Buch hat mich so an meine eigene Geschichte, und Reise in die immer krasser werdende ständige Erreichbarkeit erinnert, dass ich beim ersten Lesen so aufgewühlt war und 1 Jahr gebraucht habe es zu Ende zu lesen

🎥Das Dilemma mit den sozialen Medien (zum Film) – Hier werden die Suchtmechanismen erklärt. Ehemalige Führungspersonen der großen Player berichten interessante Details und dass sie ihre Kinder von Social Media fernhalten.

📖Txt Me: Your Phone Has Changed Your Life. (bei Amazon anschauen) – Das Buch gibt es nur auf Englisch und zeigt wie wir uns immer weiter von unseren eigenen Empfindungen und Gefühlen entfernen, indem wir mehr und mehr an die digitale Technik abgeben. Sei es, dass Apps Musik entsprechend unserer Stimmung raussuchen, wir solange laufen bis der Schrittzähler glücklich ist, der Schlaf von einer App bewertet wird, etc.

Messen, Dokumentieren und Vergleichen wird scheinbar wichtiger als etwas selbst zu fühlen oder zu erleben. Aber tut uns das wirklich gut oder verlieren wir das Gefühl für uns selbst?

Alles Liebe & lass es dir gutgehen
Deine Nadine

  Über 

Hi, Ich bin Nadine

2017 habe ich Entspannte Ordnung gegründet - mit dem Ziel Liebe und Leichtigkeit in den Papierkram zu bringen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich wie Papierkram schleichend im Chaos versinken kann.

Und aus persönlicher Erfahrung weiß ich auch wie wichtig es ist Ordnung in den Unterlagen zu haben. Gerade in Krisenzeiten. Mehr zu meiner Geschichte hier.

Postfach läuft über, Unterlagen stapeln sich, dir fehlt ein System und die Routine?

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