Lesezeit: 3 Minuten
[Autorin: Nadine Hirte]
🎧 Podcast-Folge am Ende


Steuern sparen & so wenig Steuern wie möglich zahlen – wollen wir das nicht Alle? Es liegt an jedem selbst wie viel das Finanzamt am Ende zurückzahlt. Meine 5 Tipps, um das Meiste aus der Steuererklärung rauszuholen.

1 – Was reiche ich jedes Jahr ein (Liste)

Wer eine Steuer-Checkliste oder Übersicht hat, behält leichter den Überblick was alles gesammelt werden muss & eingereicht werden kann.

Die Unterlagen, die für die Steuererklärung eingereicht werden, sollten sich nicht allzu stark ändern. In der Regel sind es immer die gleichen Dinge. Mach dir eine Liste was du dieses Jahr eingereicht hast. Dann fängst du nächstes Jahr nicht von vorne an.

Oder lade dir meine kostenlose Steuer-Checkliste als Hilfestellung herunter.

Entscheidend für die Steuererklärung ist der Zahltag – der Tag an dem das Geld geflossen ist.

2 – Belege separat sammeln

Wer Belege schon über das Jahr getrennt sammelt, muss am Jahresende bzw. im neuen Jahr nicht alles zusammensuchen.

Sammel schon über das Jahr alles was du für die Steuer einreichen willst an einem separaten Ort. Unterteile die Unterlagen (wenn es geht) in Kategorien (Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Werbungskosten, Altersvorsorge…).

Gehe, bevor du deine Unterlagen einreichst, deine Kontoauszüge durch & schaue, ob du große Ausgaben hattest, die du vergessen hast. Oder Ausgaben, die du vielleicht mit einreichen könntest.

3 – Was kann eingereicht werden

Wer die 3 Wertgrenzen kennt & einen Blick in den KONZ wirft, ist bestens vorbereitet.

Für Privatpersonen gibt es 3 Steuer-Kategorien mit unterschiedlichen Euro-Grenzen. 1 Kategorie sind bspw. die außergewöhnlichen Belastungen. Hier muss ein außergewöhnlich hoher Betrag überschritten werden, um in der Steuererklärung als Ausgabe anerkannt zu werden. Wer also bspw. schon große Zahnbehandlungen hatte, sollte auch gleich noch die neue Brille machen lassen. Mehr dazu: Das kannst du alles von der Steuer absetzen.

Zusätzlich lohnt sich auch immer der Blick in den KONZ – 1000 legale Steuertricks*. Welche Beispiele werden dort genannt & passen zu dir bzw. zu einer Zahlung. Dort findest du auch Pauschalen, die bei der Steuer angesetzt werden können. Bspw. Pauschalen für Bewerbungen. Warum solltest du dieses Jahr keine Bewerbungen geschrieben haben?

*Amazon Affiliate Link – mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

4 – Persönliche Einstellung zur Steuer

Wie ist deine Einstellung zur Steuererklärung? Ist es eine Last? Hast du Angst davor?

Die Steuererklärung ist für dich! Wenn du angestellt bist, führt dein Arbeitgeber jeden Monat Steuer ans Finanzamt für dich ab. Dein Arbeitgeber kennt weder deine Werbungskosten, noch Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen (die 3 Steuer-Kategorien). Genau diese sind per Gesetz festgelegt. In der Steuererklärung wird dein Jahres-Gehalt/Lohn um diese Ausgaben reduziert. Das heißt weniger Einkommen, welches für die Steuer angerechnet wird. Und das heißt geringere Steuerzahlungen… yeah! Es liegt an dir diese Ausgaben/Belege zu sammeln und nachzuweisen.

Gedankenspiel: Wenn der Gesetzgeber keine Steuererleichterungen (die 3 Steuer-Kategorien) festlegen würde, könntest/müsstest du nichts beim Finanzamt einreichen. Du müsstest keine Steuererklärung machen. Du hättest aber auch nicht die Chance Geld vom Finanzamt zurückzubekommen.

Im Durchschnitt bekommt jeder Deutsche ca. 1000 Euro vom Finanzamt zurück. Ja, es kann sein, dass dein Nachbar 1800 bekommt und du nur 200. Vielleicht kennt dein Nachbar mehr Tricks.

5 – Steuererklärung einfach selber machen

Die Steuererklärung selber zu machen, ist wesentlich einfacher als gedacht.

Und wenn du dir alle Punkte von oben zu Herzen nimmst, noch einfacher. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Steuererklärung ganz einfach selber zu machen.

  • Vereinfachte Steuererklärung: 2 Papierseiten
  • Steuer-Apps
  • Steuersoftware

Mehr dazu findest du hier: Steuererklärung selber machen

Meine Herangehensweise ist die Folgende: Wenn ich ca. 200 Euro für eine Steuerhilfe ausgeben würde und mit meinen Steuer-Kenntnissen statt 600 Euro nur 500 Euro vom Finanzamt wiederbekomme, habe ich unterm Strich immer noch mehr. Nämlich 500 statt 400 (600 – 200) mit der Steuerhilfe.

Dem Finanzamt ist es nämlich egal, ob ich das Meiste für mich heraushole. Ich werde nicht dafür bestraft, wenn ich Ausgaben vergesse einzureichen. Ich werde bestraft, wenn ich Einkommen habe, das ich verschweige… Schwarzarbeit, Vermögen etc. Denn für das Finanzamt bzw. den Staat ist es natürlich am Besten, wenn ich so viel Steuern wie möglich zahle & wenig erstattet bekomme.


Wenn ich entsprechend der Kategorien alles sammle und nochmal in den KONZ schaue, dann eine Software oder App benutze… wie viele Ausgaben kann ich dann schon vergessen anzusetzen?

Steuern sparen: Ich sehe es als Spiel, ich gegen das Finanzamt. Wobei ich versuche alle Möglichkeiten (die im gesetzlichen Rahmen sind) auszureizen, um das Meiste aus der Steuer herauszuholen.

Im Podcast OrdnungHOCHzwei sprechen Julia & ich in Folge #12 darüber wie wir die Steuererklärung machen & worauf wir dabei achten.

Hast du Lust bekommen das Meiste aus deiner Steuer herauszuholen & das Finanzamt herauszufordern? Ich wünsche dir viel Spaß dabei & schicke entspannte Grüße
Nadine

Hinweis: Ich ersetze keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Mein Ziel ist es, scheinbar komplexe Dinge einfach zu erklären.

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5 Tipps, wie du Steuern sparst