Nadine Hirte hilft Ordnung im (digitalen) Papierkram zu schaffen. Sie berät Privatpersonen & Geschäftsleute, schreibt hier auf dem Blog & veröffentlicht wöchentlich den Ordnungspodcast OrdnungHOCHzwei.

Technik kann manchmal wirklich nerven! Technik, also Telefone, Software, Apps & die Online-Kommunikation. Besonders nervig, wenn sie nicht funktioniert wie wie sie soll & Zeit raubt. Da hilft nur eins – „Frühjahrsputz“. Egal, ob du deine Technik (PC, Laptop, Smartphone, Tablet & Co.) täglich oder eher unregelmäßig nutzt. Im Laufe der Zeit sammelt sich so einiges an. Es lohnt sich zu hinterfragen, ob das wirklich noch glücklich macht oder gebraucht wird. Im folgenden zeige ich dir 5 Dinge, die bei deinem Frühjahrsputz nicht fehlen dürfen und worauf es ankommt. Dabei geht es um die Technik, die Software, die Informationsflut, deine Ordner aber auch deine Speichermedien.

Glück ist das eine. Sicherheit & der Zeitfaktor in der digitalen Welt das andere.

1 – Lieblingsgeräte bzw. meistgenutzte Technik

Jedes technische Gerät möchte gewartet werden, bzw. braucht Aktualisierungen & eben auch eine (digitale) Reinigung. Je weniger du besitzt, desto mehr Zeit wirst du haben, weil du dich um weniger kümmern musst.

Ich denke hier vor allem an all die ungenutzte Technik, die vielleicht irgendwo rumliegt und gegebenenfalls auch verkauft werden könnte. Aber ich denke auch an Technik, die nur hin und wieder genutzt wird & eigentlich auch gar nicht so gerne. Bspw. habe ich mich von meinem Tablet verabschiedet, weil ich sowieso die meiste Zeit am Laptop bin und mein Tablet immer Aktualisierungen brauchte, wenn ich es angeschaltet habe.

Hinweis: Technik kannst du über Plattformen wie rebuy, wirkaufens, ebay Kleinanzeigen etc. verkaufen. Es ist  wichtig, dass du vorher alle deine persönlichen Daten löscht und dein Gerät quasi auf Werkseinstellungen zurücksetzt. Im Zweifel frage im Computerladen deines Vertrauens, ob sie deine Geräte auf „0“ zurücksetzen. Das gleiche gilt, falls du die Geräte wegwerfen willst. Vorher unbedingt Daten löschen. Im Podcast OrdnungHOCHzwei haben Julia & ich passende Folgen (#11 Entsorgung, #17 Verkaufen auf ebay Kleinanzeigen)

2 – Accounts, Apps & Software ausmisten

Bei wie vielen Plattformen bist du im Internet angemeldet? Plattformen, wo du dich mit einem Benutzernamen & Passwort anmeldst. (bspw. Amazon, Zalando, E-Mail, Apothekenseiten)

Hast du einen Überblick? Falls nicht, empfehle ich dir, dir einen Passwort-Manager zuzulegen. Ein Passwort-Manager ist – für mich – der Schlüsselbund der digitalen Zeit.

Gehe deine Liste durch & melde dich von allen Accounts ab, die du nicht mehr nutzt. Warum finde ich das so wichtig? Bei jedem Account hast du deine Daten hinterlegt, Name/E-Mail/Geburtstag und andere Informationen. Nicht selten werden Daten gestohlen. Ob deine E-Mail-Adresse bei einem Datendiebstahl dabei gewesen ist, kannst du bei haveibeenpwned.com prüfen.

Dasselbe gilt für Software auf deinem PC. Lösche was du nicht mehr nutzt.

3 – Informationsflut auf Wohlfühllevel bringen

Dieser Punkt ist nur für dich, wenn du dich manchmal oder immer öfter von der Flut an digitalen Nachrichten überfordert fühlst.

Der digitale Briefkasten sollte wie der Briefkasten am Haus regelmäßig geleert werden. Der Unterschied ist, dass es im digitalen Leben sehr viele Briefkästen gibt. Angefangen von E-Mails über SMS/WhatsApp bis hin zu Facebook und andere Plattformen. Wenn du nicht mehr hinterher kommst alle deine „Post“ zu lesen und zu bearbeiten, hilft nur reduzieren. Bspw. hier…

  • E-Mails: Newsletter abbestellen (Tipp: mit der Suchfunktion im E-Mail-Programm nach „abmelden“, „abbestellen“ etc. suchen – so findest du alle Newsletter)
  • Social Media: Was macht dich noch glücklich? Welche Informationen liest du wirklich gerne & von wem liest du gerne die Neuigkeiten. (Tipp: Bei Facebook gibt es die Möglichkeit Freunde nicht zu abonnieren, bei anderen Plattformen wie bspw. Instagram gibt es ähnliches)

Gestalte deine digitale Welt, so wie es dir gefällt.

P.S. Ich habe Ende 2017 mein WhatsApp gelöscht und ich habe es keinen Tag vermisst!

4 – Digitale Rumpelecken ausmisten & aufräumen

Desktop/Schreibtisch, Download-Ordner. Wie sehen die Orte aus? Jeder hat eine digitale Rumpelecke. Die gehört von Zeit zu Zeit aussortiert. Das heißt, alles was nicht mehr benötigt wird löschen (und am Ende auch den Papierkorb löschen) und alles was wichtig ist bzw. aufbewahrt werden soll in die entsprechenden Ordner speichern. Wenn du dir einmal eine Ordnerstruktur überlegst, wirst du viel weniger Zeit mit Suchen vergeuden. Also es lohnt sich.

5 – Speichermedien kritisch begutachten

Wusstest du das Speichermedien nur eine Haltbarkeit von wenigen Jahren haben? Die kürzeste Haltbarkeit haben USB-Stick mit 2,5 Jahre, die längste Festplatten mit 10 Jahren. Und wie schnell vergehen 10 Jahre. Ich empfehle alle wichtigen Unterlagen, Daten, Fotos an einem Ort aufzubewahren. Das erleichtert nicht nur die Suche nach Informationen, sondern auch die Sicherung. Auch wenn du alle Daten an einem Ort hast, müssen sie dennoch gesichert werden.

Wie gesagt irgendwann geht jedes Speichermedium kaputt. Experten empfehlen 2 Sicherungen deiner Daten vorzunehmen. Und 1 dieser Sicherungen an einem anderen Ort aufzubewahren. So schützt du dich vor einem Technikausfall aber auch Diebstahl, Brand etc. Während ich ein großer Fan von einer Cloud-Lösung und Sicherung auf einer Festplatte bin, bevorzugen andere die Sicherung mit mehreren Festplatten.

 

PUTZEN…

Die Technik sollte natürlich – je nach Benutzung – sehr regelmäßig gereinigt werden. Gerade das Smartphone, die Tastatur, Touchscreens etc. werden sooft angefasst, dass…

Alle Geräte müssen gepflegt werden. Äußerlich & auch „innerlich“. Deshalb ist es eine große Erleichterung nur das zu besitzen, was dich wirklich glücklich macht & was du regelmäßig nutzt. Mein Wort zum Sonntag!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Aufräumen & entspannte Grüße
Nadine

Nadine Hirte – berät Privatpersonen & Geschäftsleute zu allen Fragen rund um den Papierkram.

Hast du Fragen oder suchst nach etwas Anderem?

 

Ich freu mich auf dich!

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Digitaler Frühjahrsputz: 5 Tipps für mehr Sicherheit & Ordnung